Saturday, 3. January 2009

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In Dortmund waren die Dächer der umliegenden Häuser weiß. "So finster die Nacht" zu sehen war trotzdem schön.

Inmitten einer sozialdemokratisch-wohlfahrtsstaatlichen Wohnkulisse, wo "der Winkelmesser" wohl versagt hat, begegnet der 12-jährige Oskar einem Nachbarmädchen und verliebt sich. Wie das geschehen kann, ist vollkommen verständlich, ist Oskar doch mit der Schönheit ausgestattet, die nur Jungs besitzen können, die der Grausamkeit der Pubertät dann doch eher machtlos gegenüber stehen. Das Mädchen ist allerdings nicht irgendjemand, sondern die vampireske Nachbarstochter Eli, seit einiger Zeit schon ebenfalls 12 Jahre alt und seitdem ihr Vater bei der Nahrungssuche aufgeflogen ist, allein für sich verantwortlich.

Die Grundkonstellation kennt man, seit Buffy gehen Vampire und die Pubertät Hand in Hand, doch diesmal ist es anders. Eli weiß mit sich und ihren Bedürfnissen umzugehen und nimmt selbstbestimmt die Hürden ihres Lebens. Die Welt der Erwachsenen wirkt dagegen fremdbestimmt und paternalistisch. Womit dann der Bogen zum Wohlfahrtsstaat geschlagen wäre.

Friday, 2. January 2009

No Murder at the MLA

David Horowitz war also bei der MLA und es scheint ein wenig unspektakulär verlaufen zu sein. So richtig ist mir die Wichtigkeit der Debatte auch nicht klar. Horowitz polemisiert halt schlicht und auch nur wenig ergreifend. Wer nimmt das eigentlich ernst? 

Tuesday, 30. December 2008

Good Morning Baltimore



Darf man eine Stadt "liebste verpasste Neuentdeckung" nennen? Denn was in The Wire und den ganzen Artikeln über Baltimore Club nicht erwähnt wird, ist die Tatsache, dass Baltimore eine sehr interessante AvantRock-Szene zu beherbergen scheint. Human Bell sind so etwas wie das Pendant zu Bohren und der Club of Gore, was aber jetzt wohl endgültig die Frage nach dem Zusammenhang von Bluespattern und Deindustrialisierung aufwerfen sollte. Und Thank You bieten endlos ausufernden PostProg-Noise, der wie ihre Nachbarn eine Heimstatt bei Thrill Jockey gefunden hat. Und dann sind da noch Ponytail, die zusammen mit Volcano! wohl die Zweifaltigkeit verfrickelter Popmusik darstellen. Eigentlich merkwürdig, dass das so fast alle Hipness-Radars unterlief, aber dafür gibt's ja dann zum Glück die Jahresrückblicke. In diesem Sinne: Guten Rutsch!

Monday, 29. December 2008

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via kunstbetrieb

Friday, 26. December 2008

Written on the Wind

Thursday, 25. December 2008

The Pains of Being Pure at Heart

Tuesday, 23. December 2008

All I desire


Monday, 22. December 2008

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Am Ende von Wild Combination steht der Ex-Lover von Arthur Russell vor der Stereoanlage und legt eine Kassette mit unveröffentlichten Aufnahmen ein. Ob sie auch auf "Love is overtaking me" vertreten ist? Letztendlich ist es ein wenig egal, denn die gerade veröffentlichte Compilation zeigt, warum Arthur Russell ohne sein Reverb viel von seiner Androgynität verliert. Bedeutet dies, dass nerdiges Herumbasteln eine Strategie zum Queeren der Songform ist?

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In einem Punkt unterscheidet sich der Einbruch seit 2007 von den Depressionen 1873 ff. und 1929 ff.: Auf ihn antwortet keine sozialistische Massenbewegung mehr. Vielleicht ist das sogar Ergebnis eines historischen Lernprozesses, in dem man beherzigte, was Marx bereits 1858 in seiner Arbeit Zur Kritik der Politischen Ökonomie festgestellt hat. Damals liquidierte er seine voreiligen Hoffnungen auf etwaige revolutionäre Konsequenzen der Wirtschaftskrise von 1857 und befand: "Eine Gesellschaftsordnung geht nie unter, bevor alle Produktivkräfte entwickelt sind, für die sie weit genug ist, und neue höhere Produktionsverhältnisse treten nie an die Stelle, bevor die materiellen Existenzbedingungen derselben im Schoß der alten Gesellschaft selbst ausgebrütet worden sind. Daher stellt sich die Menschheit immer nur Aufgaben, die sie lösen kann, denn genauer betrachtet wird sich stets finden, dass die Aufgabe selbst nur entspringt, wo die materiellen Bedingungen ihrer Lösung schon vorhanden oder wenigstens im Prozess ihres Werdens begriffen sind."

Das ist hart. Denn von den "materiellen Existenzbedingungen" einer neuen Gesellschaft ist zumindest dann aktuell nichts zu erkennen, wenn man darunter nicht nur eine fortgeschrittene Technologie versteht.

Tropige Trauben ?

"This is fiction that owes no allegiance to things as they are." (David Grubbs)

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