Tuesday, 2. June 2009

Interlude

Sunday, 31. May 2009

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Ein interessantes Interview mit Mario Tronti findet man hier:
Tronti: The protest follows the wrong targets. Labor – precisely because it suffered in the previous phase of neoliberal globalization – was utilized for flexibilization and precarization. It didn’t get what it was owed. From this a crisis emerged because wage incomes and the growth of consumption could not be maintained in balance. Wages were pushed down too much. The imbalance between wage incomes and capital income was even too excessive for capital. They overdid it with wage cuts. This is why what we are experiencing appears also as an overproduction and underconsumption crisis. The social contradiction did play a role in the eruption of the crisis. That is why it is important to bring the force of labor back into the game, in order to make it visible and to show that it is not demobilized.

Bucci: This is a difficult operation in two respects. Firstly with respect to culture. For decades we have been told that labor is no longer central and that individual and collective identities constitute themselves through consumption. But there is also a political problem. Precisely when the economic crisis of capital reached its lowest point our political ability to organize is also at its lowest point.

Friday, 29. May 2009

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Ab sofort ist hier Sonic-Youth-freie Zone. Stattdessen solltet ihr lieben Leute besser heute abend zu den tollen Lucky Dragons gehen und euch an den Händen fassen.

Thursday, 28. May 2009

Lärmen nach Zahlen



Ziemlich viele Zeichen für eine Band, deren neuer Output mal wieder berechenbar vor sich hinlärmt. Das kommt zumindest mir in den Sinn, wenn ich die neue Sonic Youth höre. Und dabei bin ich nicht allein.
Die meisten Journalisten hatten nie einen Einblick in die Welt, die uns tatsächlich ausmachte. Sie beschrieben uns als Rockband und dramatisierten die typischen Ambitionen, die sich aus solchen Bands herauslesen lassen. Was das angeht, empfand ich uns aber immer als langweilig. Ich fand Sonic Youth immer nur interessant als Beziehungspartner all der Künstler um uns herum, wie es die Ausstellung zeigt.
So zumindest Kim Gordon im Gespräch mit Christian und Hanno. Was gleich ein ganz anderes Licht auf die musikalisch vollkommen enttäuschende Periode mit Jim O'Rourke am Bass wirft. O'Rourkes elaboriertes Bezugssystem konnte sich innerhalb von Sonic Youth nie so richtig entfalten, vielleicht weil es den Grat, auf dem Sonic Youth wandeln - zu den Musikern wie ein Künstlern, zu den Künstlern wie ein Noiserocker sprechen- unterspült hätte, und die musikalische Ideenlosigkeit von SY nicht mehr zu verbergen gewesen wäre. Und ich erinnere mich wieder daran, dass ich noch nie auf einer Kunststudentenparty mit guter Musik gewesen bin. Und an Teenage Fanclub. "She's gonna get some records by the Status Quo" singen diese und sind auf die gleiche Art langweilig wie vor 18 Jahren. Aber wärmen wenigstens nicht zum wiederholten Male das gleiche leere Transgressionsversprechen auf. Aber vielleicht sind die Zeiten auch so mies, dass die leeren Versprechungen auf einmal wieder ganz reizvoll erscheinen.

Thursday, 21. May 2009

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Was mir nach dem Sehen von 1974 und The Parallax View kurz auffiel, ist der Konflikt zwischen dem heißblütigen jungen Journalisten und dem altväterlichen Redaktionschef, der genau so hitzblütig sein kann. File under: Relikt aus Prä-Newsdesk-Zeiten.

 

Wednesday, 20. May 2009

Leise Post


Wenn ich jemals nach meinem Lieblings-Konzeptkünstler gefragt werden sollte, dann werde ich David Horvitz nennen. Aber auch nur mit leichtem Schaudern, weil seine Arbeiten so charmant sind, dass Konzeptkünstler schon fast eine grobschlächtige Beleidigung ist. Und wenn ich es mir recht überlege, möchte ich die Ideen auf seiner Website auch nur ungern "Arbeiten" nennen. Sein neuestes Projekt ist eine Mailingliste. Jede Person, die dort eingetragen ist, bekommt von Horvitz Ideen geschickt, was man denn an einem Tag so tun könnte. Und als Archiv hat er ein schönes Tumblelog angelegt, wo jeder Gedanken als Screenshot aufbewahrt wird. Für die Ewigkeit oder so.

Thursday, 14. May 2009

Die Lage der arbeitenden Klasse in Bloomsbury

Es ist eher Coffeetable-Listening, aber Spaß macht es trotzdem. Tristam Hunt erzählt im LSE-Podcast aus dem Leben von Friedrich Engels.

Wednesday, 13. May 2009

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Ravensingstheblues hat zwei MP3s von der neuen Tortoise-CD. Kurzes Verdikt: Im Songwriting hat sich nicht soviel getan, der Sound ist jedoch weniger hochpoliert, die Synthesizer klingen dreckiger als auf den Alben zuvor. Ein wenig ist auch der Groove verloren gegangen.



Tropige Trauben ?

"This is fiction that owes no allegiance to things as they are." (David Grubbs)

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