Monday, 16. October 2006

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Irgendwo habe ich letztens den Begriff "Teenage Noir" gelesen, auf Brick passt er jedenfalls ganz hervorragend. Großartige Dialoge, verworrener Plot, klassische Figurenkonstellation, besser kann ein Krimi nicht werden.

Edit: Es war im Observer. Danke, Dennis!

Friday, 13. October 2006

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Der Eintritt war umsonst, die Toiletten waren dreckig. Auf ihren Türen wurde in dem typischen aufgebrachten Ton diskutiert, der noch aus einer Zeit stammte, in der man dachte, irgendwas hinge davon ab, ob ein paar bekiffte Scholastiker richtig schlussfolgern. Vielleicht waren die Türen aber auch einfach so alt.

Sunday, 8. October 2006

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The idea was that it would get absorbed in the culture and used to figure out what capitalism is about, not “French intelligence,” or just art for that matter. Artists need to understand the world they live in, too, in order to make art. Americans don’t know what capitalism is, they don’t have the distance. They call it reality and see it on television. No wonder that American radicals, mostly academics, are still dreaming with Toni Negri that one day we will go through “to the other side."

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Nachdem ich letztens mit C. auf dem tollen Konzert der Goldenen Zitronen in Duisburg war, möchte ich gerne noch auf diese Episode der gleichfalls tollen Hörbar Abstrakt hinweisen. Wohl bekomm's.

Thursday, 5. October 2006

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Dabei waren sie gerne bereit zuzugeben: Ja, es gibt die wirklichen Revolutionäre wie Trotzki, die sind uns viel sympathischer– und sie waren ihnen deswegen sympathischer, weil hinter ihnen keine reale Macht stand. Hinter der Sowjetunion, hinter Stalin standen Dinge, die nicht idyllisch waren, aber es war eine Alternative zum westdeutschen Liberalismus.

Tuesday, 3. October 2006

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"Andererseits gibt es heute keine Sehnsucht, keine Kompetenz, keine Insel des Sozialen mehr, die nicht im kapitalistischen Prozess recycled würde. Man muss zuallererst einmal diesen Wandel verstehen – und dann muss man die Frage nach den heutigen Problemen stellen."

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Eine kleine Szene in Studio 60 on the Sunset Strip scheint mir bemerkenswert. Der Chefschreiber sitzt in schwarzem Anzug gekleidet seines Gagschreibern gegenüber, die eigentlich nur ein Thema kennen: George W. Bush, das kleinste gemeinsame Übel aller. Wohl eine der Randauswirkungen der "You're either with us or against us"-Stimmung, aus der es leider nicht so wirklich ein Entkommen zu geben scheint. Dumm nur, dass die Gegner der Bigotterie diese mit dem ältesten Mittel überhaupt, dem unhintergehbar Realistischen bekämpfen wollen. Trotz der offensichtlichen Hommage an "Network" verkneift sich Studio 60 alle Genreparodien und bietet stattdessen Authentizität pur. Schade eigentlich. Aber heute abend startet ja die tapfere Miss Mars in neue Abenteuer und ihre Versetzung aufs College öffnet gleich ein neues Genre der Ausplünderung durch Rob Thomas. Go Pirates!

Monday, 2. October 2006

Fällt er in den Grabenkrieg...



Bevor dieses Blog noch als Dietmar Dath-Verehrungsstrecke endet, sollte ich mir vielleicht mal was Neues einfallen lassen.

Reden wir also mal über die Arbeit, besser über den Job. Eigentlich gefällt mir das alles ganz gut, manchmal allerdings bekomme ich schlechte Laune. Am Freitag war ich zu einem Pressegespräch geladen, zusammen mit meiner netten Kollegin Jennifer von der WP, die etwas besitzt, was ich auch gerne hätte, nämlich ein regelmäßiges Einkommen oberhalb der Hungertuchgrenze. Aus diesem Grunde sind solche Termine für sie auch Ärgernis und für mich Honorar. Aber ich schweife ab. Gegenstand dieses Pressetermins war also ein Veranstaltungsreihe über die Globalisierung und ihre Auswirkungen in Arnsberg, nichts besonders Spektakuläres, eine "neutrale" wissenschaftliche Einführung, drei Betriebsbesichtigungen ohne Betriebsratsbeteiligung und eine abschließende Podiumsdiskussion für die lokalen Politiker, Wirtschaftsfunktionäre und Gewerkschaftsvorsitzenden. Eigentlich eine ganz gute Idee, wenn auch 10 Jahre hinter dem Stand der Diskussion hinterherhinkend.

Denn was musste ich mir an Weisheiten von den Organisatoren anhören? "In Zukunft wird man nicht mehr sein Leben lang bei der gleichen Firma arbeiten."; "Schroth (richtig, tiefergelegter Golf) hat extra jemanden für das Development eingestellt, nur für dieses Projekt." "Von Karl Marx gibt es ja diesen Spruch (sic!), dass ein Arbeitsplatz in Birmingham mehrere Arbeitsplätze in Indien vernichtet. Heute ist das aber umgekehrt." Puh, das ist also der Arbeitskreis Erwachsenenbildung und man fragt sich an dieser Stelle, was genau die denn eigentlich an den Erwachsenen bringen wollen außer Floskeln? Beim Fotoshooting offenbarte sich dann das Level der theoretischen Einsichten sofort. Ein Schüler des nahegelegenen Gymnasiums fläzte sich in der Sonne, während die gebildeten Erwachsenenbildner posierten, um ja auch nicht aus dem Rahmen zu fallen. Und wie das mit Jugendlichen so ist, die Lehrer und Priester als ernstzunehmende Gegner betrachten (na?), sagte er: "Ich bin Globalisierungsgegner", während die um die Volksbildung bemühte Frau antwortete: "Wo kommen denn deine Turnschuhe her?" und da habe ich dann weggehört und mir überlegt, dass das mit dem Pessimismus des Geistes eben leichter ist als mit dem Optimismus des Willens.

Sunday, 1. October 2006

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Genug der IT-Beschwerden. Auf dem Cover der nächsten De:Bug ist Dietmar Dath in inniger Umarmung mit Christian Kracht zu sehen. Gemeinsam sollen die beiden haben, dass es ihnen gelungen sei, abseits von Popschnöselei und gutbürgerlichem Blahblahblah eine eigene schriftstellerische Stimme zu finden. Bei Dath bewundere ich allerdings zuerst die Nonchalance: im Interview mit der Polar bezeichnet er seinen Job bei der FAZ, für den sich vermutlich eine Menge Leute ein Bein ausreißen würden, als simple Notwendigkeit, um sein Schrifstellertum zu finanzieren. Derbe Respekt, Alter.

Nicht finden wird man diese beiden Stimmen der jungen deutschsprachigen Literatur vermutlich in unserer tollen Stadtbücherei, die zwar kein einziges Buch von Adorno, dafür die unterhaltsame Anleitung zum gemeinsamen Pixelslashing "Der Weg zur gelungenen LAN-Party" für die pickligen Leser bereithält. Das kann ich mir gut vorstellen. Endlich hat es der 14jährige Sprößling geschafft, seinen Ingenieurs- und Verwaltungsbeamteneltern den Partykeller für ein Wochenende Quake XCVI abzuschwatzen, entdeckt ein um das Gelingen der Freundesparty besorgter Elternteil das Buch und bringt es mit nach Hause. Was der Sohnemann dort wohl finden mag? "Halten Sie reichlich Cola und Knabberkram für ihre Gäste bereit. Denken sie jedoch auch an eine ausreichende Menge Strohhälme, damit der Genuß der Zuckerbrause nicht zu einer Feuerpause führen muss." ???

Saturday, 30. September 2006

Recreation

Hätte nie gedacht, dass man einen ganzen Tag damit zubringen kann, ein paar Jahre an Daten von einem Ort an den anderen zu verschieben.

Tropige Trauben ?

"This is fiction that owes no allegiance to things as they are." (David Grubbs)

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